38. Erlanger Poetenfest — 23. bis 26. August 2018
Hauptpodium im Schlossgarten – Foto: Werner Schwenke, 2008

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Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer

Der Autor Marcel Beyer erhält in diesem Jahr den Georg-Büchner-Preis. Der Preis, der als höchste Auszeichnung der deutschen Literatur gilt, wird von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Schriftstellerinnen und Schriftsteller, „die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben.“

In der Begründung der Jury heißt es: „Ob Gedicht oder Roman, zeitdiagnostischer Essay oder Opernlibretto, für Marcel Beyer ist Sprache immer auch Erkundung. Er widmet sich der Vergegenwärtigung deutscher Vergangenheit mit derselben präzisen Hingabe, mit der er die Welten der Tiere und Pflanzen erforscht. Er hat den Sound der Straße im Ohr, er kennt die Testgelände der ästhetischen Avantgarden, er ist vertraut mit der tückischen Magie der Medien. Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich. So ist während dreier Jahrzehnte ein unverwechselbares Werk entstanden, das die Welt zugleich wundersam bekannt und irisierend neu erscheinen lässt.“

Der 1965 in Tailfingen/Baden-Württemberg geborene Beyer gab von 1989 bis 2000 gemeinsam mit Karl Riha die Reihe „Vergessene Autoren der Moderne“ heraus. Sein Debüt als Romanautor hatte er 1991 mit „Das Menschenfleisch“, im selben Jahr erschienen Gedichte unter dem Titel „Walkmännin“. Einer breiten, auch internationalen Öffentlichkeit wurde er 1995 mit seinem Roman „Flughunde“ bekannt. Vor zwei Jahren legte er seinen Gedichtband „Graphit“ vor.

Das Erlanger Poetenfest gratuliert ganz herzlich!

Weitere Informationen unter:
www.deutscheakademie.de